Erzählungen mit und über Geister kennen viele von uns. Geschichten über sie gehören zu den Klassikern im Bereich des Horrors. Ob es nun ein Geist eines Verstorbenen oder ein eigenständiges Wesen ist- diese Geschichten sprechen das Übernatürliche an.

 

Als Beispiel für ein eigenständiges Wesen ist der Hausgeist.

Ein Hausgeist kann mit einen Kobold oder einem dämonischen Wesen verglichen werden. In der Regel nimmt er die Form einer Kröte, Maus, Spinne, Vögel oder Haustieren, wie Katzen, an, um nicht als übernatürliches Wesen identifiziert zu werden. Dabei wird er weder als eindeutig gut noch böse in seinen Wesenszügen beschrieben.  Es gibt ihn in verschiedenen Kulturen und er hat demnach ebenfalls unterschiedliche Deutungen. Natürlich kann ein Hausgeist auch ein Geisterwesen sein, welches ein Grundstück beschützt. Es gibt allerdings noch weitere Annahmen über ihn. In der Zeit der Hexenprozesse wurde er oft als treue Begleiter von Hexen gesehen. Er soll jeden Auftrag der Hexe befolgt haben, was ihm zu ihren wichtigsten Helfer machte. Jeglichen Auftrag für die Ausübung von Zaubern war sein Befehl gewesen. Darunter fallen auch die Ausführung von Schadenszaubern gegenüber anderen Menschen.

 

Die Formen von Geisterwesen werden übrigens oft so beschrieben, dass sie keinen festen Körper haben, sondern einen luftartigen bis nebligen. Dadurch sollen sie überall Eindringen und somit die Fähigkeiten haben schneller als Menschen sein zu können. Deswegen sehen sie zukünftige Ereignisse auch früher.

Im Haus oder im Zimmer einen Geist bzw. ein Geisterwesen zu haben, kann für manche unheimlich sein und man sagt sich auch, dass der übernatürliche Gast auch nicht immer gut gesinnt sein muss.

 

Das Heimsuchen eines Geistes kann durchaus auf einen bestimmten Schauplatz, wie den eines Zimmers oder auch eines Hauses, bezogen sein.

Dies kann geschehen, wenn:

 

  •  …dort etwas Schreckliches gesehen ist und sich die Seelen der Verstorbenen deswegen an den Ort gebunden haben
  •  …der Geist dort gebannt wurde

 

Gerade die Räume können in Einfamilienhäusern aber auch in Schlössern sein. 

 

Es gibt verschiede Gründe, warum ein Geist entsteht. Nur durch ein formell korrekt ausgeführtes Begräbnis wiederum, kann die Seele eines Verstorbenen seine Ruhe finden. Wenn man den Toten bestrafen wollte, wurde ihm diese verweigert und ihm keine bzw nur eine abgeschwächte Variante eines Begräbnisses gegeben. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Tote als Wiederkehrer auftauchen wird.

 

Diese Gefahr steht Ungeweihten, aber auch jenen entgegen, nicht begraben wurden. Letztere sind tote Körper, die nie (offiziell) begraben wurden. Hier ist ein Beispiel, die verschwollen Körper von Ertrinkenden. Sie können als Wiederkehrer gefährlich sein und schlechtes Unwetter verursachen.

 

 

Früher war der Glaube an das Übernatürliche etwas alltägliches. Dies zeigen auch Praktiken, welche auch von gesellschaftlichen Institutionen durchgeführt wurden, wie der Gespensterprozess.

 

Was ist ein Gespensterprozess?

 

Es ist ein Prozess, der auf kirchlichen Boden stattfindet und Gespenster bzw. Geister wieder vertreiben soll mit Hilfe der Bibel– man kann es also als Geisterbannung ansehen.

 

Dabei hat er einige Parallelen zum Exorzismus, welcher wiederum Dämonen austreiben soll.

 

Wahrscheinlich hat sich aus dem Exorzismus heraus der Gespensterprozess entwickelt. Dabei sollen auch Bannungen von Dämonen bei den Gespensterprozessen mit praktiziert worden sein, wenn diese auf kirchlichen Boden ihr Unwesen trieben.

 

Geister können einem auch ohne einen Prozess Angst einjagen - alleine schon, wie sie einen erscheinen könnten.

 

Manche Geister kündigen sich durch Kettenlärm an, welcher teilweise so laut wird, dass ein Mensch ihn nicht aushalten kann. Wenn ein Geist eine Kette aus eisernen Gliedern mit sich trägt, verweist die  Länge auf die Anzahl seiner Sünden zu Lebzeiten hin – je länger sie war, desto mehr hat er gesündigt.

 

Wenn ein Mensch die Kette berühren will, soll er vom Geist weggeblasen werden und als Strafe einen angeschwollenen Kopf bekommen. Dies passiert dir allerdings auch, wenn du versuchst hast den Geist selber zu berühren. Die Geister wollen dich für deine Neugierde abstrafen.

 

Als besonders "schaurig" gilt die Geisterbeschwörung, die dazu dienen soll, mit den Geistern kommunizieren zu können. Dabei wollen welche mit Verstorbenen sprechen, die ihnen nahe standen, und andere wiederum wollen wissen, ob es Geister wirklich gibt. Natürlich sind die Art der Beschwörungen auch beliebte Mutproben geworden.

 

 Hier ein paar (ältere) Beschwörungsmethoden:

 

Totenbahrziehen ist eine Methode der Totenbeschwörung  aus den bayrischen sowie österreichischen Gebieten.

 

Hier zwei Vorgehensweisen:

1. Methode

  • Du sollst zwischen 23 - 0 Uhr eine Leiche ausgraben und auf eine Bahre legen
  • Danach musst du drei Mal mit der Bahre mit der Leiche darauf liegend, um eine Kirche gehen
  • Hinweis: Das ist die bekannteste Version

2. Methode

  • Auch hier startest du auch wieder zwischen 23 - 0 Uhr und gräbst
  • Man schlägt an die Kirchentür und ruft den Toten herbei, indem du seinen Namen rufst
  • Man zieht die Bahre um die eigene Achse

 

Bei deinen Ausführungen wird sich während dessen ein Geist auf den toten Körper setzten und das Tor zur übernatürlichen Welt öffnen. Wer die Beschwörung nackt durchführte, soll die Wirkung verstärkt haben.

 

Jetzt stellt sich die Frage, warum du das machen solltest. Wenn du es bis  0 Uhr schaffst, wird dich der Teufel mit Reichtümern, wie beispielsweise viel Geld, belohnen.  Schaffst du es aber nicht vor 0 Uhr, dann gehörst du den Teufel.

 

In manchen Versionen wird beschrieben, dass man dann unter der Kontrolle des Geistes des  Toten sei. Ursprünglich wollte man wohl die Macht dieses Geistes auch für sich nutzen. In Laufe der Zeit, hat sich der Teufel integriert, der sowohl den Reichtum als auch die Strafe vergab. Er steht hier, als Vollzieher eines Rituals, dass die christliche Kirche aus Gründen der Ketzerei ablehnte.

 

Das Umkreisen einer Kirche ist auch in anderen Gegenden öfters mit  Beschwörungsriten verbunden, welche allerdings nicht immer mit Toten in Verbindung stehen. Wer in Finnland eine Kirche mit einem Kummet (Geschirr für Zugtiere) umläuft  macht dies, um sich einen Hausgeist zu beschwören.

 

Das Korruri-san ist auf eine gewissen Art und Weise das japanische Gegenstück zum Quija-Board.  Seit über 150 Jahren soll es diese Methode zu Anrufung der Geister geben. Den Namen Kokkuri-san soll es aber erst seit 125 Jahren haben.

 

Hier der Aufbau dieser Beschwörungsunterlage:

  • Auf Papier wird das Hiragana-Alphabet (japanische Silbenschrift) geschrieben

  • Die Ziffern 0-9 werden auch auf das Papier geschrieben
  •  Oben links steht „Ja“ (hai)
  • Oben recht steht „Nein“ (Iie)
  •  3 Stücken Bambus werden zu einem Triplet gebunden, damit der Geist darin einfahren und er  so mit den Teilnehmern kommunizieren kann.
    Hinweis: Heutzutage ist die Nutzung einer Münze verbreiteter
  • Einer der Teilnehmer  fragt, ob ein Geist da ist
  • Das Bambus-Triplet bzw die Münze soll sich durch die Führung der Geister zur Beantwortung der Fragen bewegen und die Antworten buchstabieren bzw die entsprechenden Ziffern angeben
  •  Ihr wollt es beenden? Dann müsst ihr euch unbedingt verabschieden, da sonst die beschwörten Geister bleiben können

Je nach Quelle, kommunizieren die Teilnehmer mit verschiedenen Geistern oder mit einen ganz bestimmten Geist namens Kokkuri-san (deswegen auch der Name). Letzterer ist ein Tiergeist: Kok = kitsune (Fuchs), Ku = inu (Hund), and Ri= tanuki (Waschbär).

 

Bei der Annahme, dass dieser Tiergeist erscheint, gibt es noch folgende Infos, die zu beachten sind:

  • Sein Charakter setzt sich aus den zugeschriebenen Eigenschaften der Tiere zusammen, aus denen er eine Art Mischung darstellt: Fuchs als Lehrer aber auch Betrüger, Hund als loyaler sowie beschützender Begleiter, Waschbär als Glücksbringer, welcher auch gerne Unfug macht
  • Man ruft ihn wie folgt: „Kokkuri-san, Kokkuri-san, bitte bewege die Münze, falls du da bist.“
  • Um ihn zu verabschieden sagt ihr: „Kokkuri-san, Korruri-san, bitte geh wieder nach Hause“, sobald die Münze auf „Ja“ steht, ist die Beschwörung vorbei
  • Er gilt als harmlos, weswegen diese Methode sicherer als das Quija-Board sein soll, da beim Letzteren auch böse Geister erscheinen könnten


Verbindung mit Geistern durch zwei Spiegel


Wenn du zwei Spiegel hast, kannst du bereist eine Art der Geisterbeschwörung durchführen.

Hier der Aufbau:

  •  Zwei Spiegel hängen an der Wand und sind so ausgerichtet, dass sie sich wirklich direkt gegenüber befinden
  • Du stellst dich in der Mitte der beiden Spiegel
  •  Du wartest ab

 

Nach einer Weile wirst du ein ungewohntes und vielleicht auch bedrückendes Gefühl wahrnehmen. Wenn du dies spürst, hast  du Kontakt zu der anderen Welt und nimmst ihre Energieströme war. 

 

 

Hinweis: Wer Kontakt mit der Geisterwelt aufnehmen möchte, soll dies nicht ohne Respekt und Ernst machen – da keiner weiß, wie es für den Ausführenden enden wird.

 

Teratoskopie

 

Dies ist eine altertümliche Bezeichnung für die Beobachtung sowie der Deutung von Wunderzeichen.  Es kann auch mit Zeichendeutung übersetzt werden.

 

Dabei werden vermeintliche Wunder in ihren Ursprung, Auftreten und ihrer Wirkung hin ausgewertet und schließlich beurteilt. Vor der Bewertung gab es eine entsprechende Nachforschung. Unter diesen Wunderzeichen fielen oft Himmels- wie auch Naturereignisse, welche sich aus dem damaligen Wissen nicht erklärbar gemacht werden konnte. Darunter konnten Mond-. Sonnfinsternissen, Sturmfluten, Vulkanausbrüche oder auch gut sichtbare Planeten fallen. Daraus wurden u.a. Vorhersagen und Botschaften von Göttern bzw. übernatürlichen Wesen gedeutet.

Hier Annahmen und Wesen, welche mit Tod in Verbindung stehen:

Totenbäumli

 

Die Bezeichnung Totenbäumli kommt aus der Schweiz und beschreibt die stark hervortretenden blauen Adern bei kleinen Kindern, welche sich auf der Stirn wie ein Baum  einen verzweigten Verlauf hat. Wenn ein Kind das hatte, wurde das als Todesomen gedeutet, bedeutete, dass dieses Kind bald sterben wird. Auch in anderen Gegenden in Europa, gilt dieses hervorstechend der Adern als Todesvorzeichen. Die Entstehung wird damit begründet, dass die Mutter in ihrer Schwangerschaft am Bett eines Sterbenden saß.

 

In Deutschland ist es unter Totenbäumchen geläufiger und in Frankreich nennt man es bierre.

Kreuzungen

 

Man sagt sich, dass Hexen, Geister oder auch Dämonen an Kreuzungen bzw Weggabelungen anzutreffen seien. Die Beschwörungen dieser Wesen wurden UND werden immer noch gerne an solchen Orten abgehalten. Oft sind Rituale findbar, bei denen du einen Dämon beschwörst und du für eine Art Gefallen etwas hergeben muss, wie beispielsweise deine Seele. Dafür brauchst du oft noch Materialen wie ein Foto, Knochen, Friedhofserde und persönliche Dinge.

 

Die Tödin

Die Tödin ist die Bezeichnung  des personifizierten Tods im deutschsprachigen Gebiet der Slowakei. Da viele Bezeichnungen für den Tod „männliche Wesen“ meint, ist das „weibliche Wesen“ der Tödin eine Besonderheit.

Sie wird oft als hässlich, alt, knöchrig und ein weißes Gewand tragend dargestellt. Es gibt ebenso Darstellungen, wo sie als jung und schön beschrieben wird. Ebenfalls soll sie die Größe eines Riesen erreichen können sowie dämonische Züge haben.  

 

Sie soll Vorbild für verschiedenen Sagengestalten gewesen sein und somit sollen ihre Wesenszüge auf Figuren -  wie beispielsweise Frau Holle oder auch die Mittagsfrau – übertragen worden sein. Letztere erschien und tötete einen mit einer Sichel, wenn man die Mittagsruhe (von 12 bis 13 Uhr) nicht einhielt. Das Sagenwesen der Mittagsfrau wurde wohl verbreitet, weil die damaligen Knechte und Mägde auch in der Mittagshitze zur Feldarbeit getrieben wurden und man sie bzw. sie sich selbst schützen wollten.

 

Kurzer Hinweis: Warum es eine weibliche Form ist? Im slawischen Sprachraum hat das Wort „Tod“ ein weibliches Geschlecht.

 

Der Totenkopfschwärmer

 

Der Totenkopfschwärmer ist ein Schmetterling – und ein Todessymbol.

Der Grund vom Letzterem liegt im Aussehen und im Verhalten des Falters, denn:

  • Auf den Rücken in Brusthöhe sieht es so aus, ob sie ein Totenkopf abgebildet hätten
  • Sie geben schrille Geräusche von sich, wenn sie sich gestört fühlen
  • Auf der Suche nach Honig, fallen sie auch Bienenstöcke an
  • Als Raupe beißen sie zu, wenn sie sich gestört fühlen

Selbst die wissenschaftlichen Namen der 3 Schmetterlingsarten haben Bezüge zur griechischen Mythologie, welche wiederum einen Bezug zum Tod haben:

  • Atropos: Die Schicksalsgöttin Atropos schneidet die Lebensfäden der Menschen durch
  • Lachesis: Die Schwester der Atropos und ebenfalls als Schicksalsgöttin bezeichnete Lachesis bestimmt die Länge der Lebensfäden der Menschen
  • Styx: So heißt der Fluss, der das Totenreich vom Reich der Lebenden abgrenzt

Es gab den Glauben, dass sobald ein Totenkopfschwärmer im Raum eines Sterbenden erscheint, sich die Seele vom Körper gelöst hat. Falls der Falter „nur so“ erschien, galt es als Vorzeichen, dass in der Familie  ein Todesfall bevorsteht.

 

Vor allem in Ungarn waren diese Vorstellungen weit verbreitet. In Frankreich glaubte man, dass ein Schuppe des Falters im Auge baldige Blindheit bedeuten würde. Laut den rumänischen Volksglauben springen die Seelen auf den Falter über.  Andere Vorstellungen gehen auf Grund des Aussehens dieser Tiere vom folgenden aus: Die Totenkopfschwärmer tragen keine herkömmlichen Menschenseelen mit sich, sondern die von Vampiren. Deswegen sollten die Tiere gefangen und an den Wänden aufgehangen werden.

 

Hier weitere Infos:

  • Die Flügelspannweite kann bis zu 11,5cm betragen
  • In Schweigen der Lämmer wird Lectar mit einem Totenkopfschwärmer auf den Mund dargestellt
  • In Bram Stokers Dracula kann Graf Dracula die Totenkopffalter auch kontrollieren
  • Der Schriftsteller Edgar Allen Poe erwähnt sie in seinem Werk „Die Sphinx“

Der Friedhofsgeist

 

Bist du schon über einen Friedhof gegangen und hast die dich unwohl gefühlt? Wenn ja, ist ein möglicher Grund der Friedhofsgeist gewesen, welcher seinen Ort vor Fremden beschützten will.

 

Laut Sagen aus vielen europäischen Ländern, haben Friedhöfe einen eigenen Friedhofsgeist. Man sagt sich, dass die Seele des ersten dort begrabenden Toten dieser Geist wird. Friedhofs- bzw. Kirchenbücher zeigten, dass der Name des Friedhofsgeistes identisch mit den Namen des ersten Toten war.

 

Er ist stellvertretend für die folgenden Seelen der „Vorsteher“. Er ist somit an erster Stelle, wenn mit den Seelen auf den Friedhof Kontakt aufnehmen will. Ihn werden übernatürliche bzw. dämonische Kräfte nachgesagt, welcher er mit der Rolle als personifizierter Tod erhält und nicht zu Lebzeiten inne hatte. Ebenfalls schützt er seinen Friedhof vor Gefahren, weswegen er auch Friedhofswächter genannt wird. Er gilt auf Grund seiner Vermittlerrolle als Bindeglied zwischen Dies- und Jenseits und war gleichermaßen eine Art Todesbote.

 

Je nach Volksglaube hat er verschiedene Namen, wie beispielsweise Ankou in vielen bretonischer Sagen (keltischer Sprachraum) oder auch kijamattöra speziell in Finnland. Oft handeln die Sagen darüber, wie eine wichtige Person in der Gesellschaft in die Friedhofskapelle bzw. –kirche  oder auch in das Beinhaus geht und den Friedhofsgeist befragt, ob er was wüsste, über Kriminalfälle oder die Gründe für schwere Krankheiten. Auch erscheint der Geist den Menschen, welche bald versterben werden.  Oft taucht er dafür in ihren Träumen auf und hat dort die Gestalt eines Tieres, eines Mannes in schwarzen Gewand oder  die eines Skeletts mit einer Sense. Wie die beiden letzteren Beschreibungen zeigen, kennen viele diesen Geist eher als „Gevatter Tod“ und als „Sensenmann“. 

Ringelblume

 

Die Sprache der Blumen ist vielfältig. Wahrscheinlich weißt du auch, dass Blumen bestimmte Botschaften vermitteln können. Natürlich gibt es die auch im Bereich des Todes. Unter den sogenannten Totenblumen gehört beispielweise die Ringelblume. Deswegen wurden Orakel auch ohne sie durchgeführt, da man befürchtete, sie könnten den Tod herbei beschwören. Auch das Verschenken so einer Blumen an eine anderen Person soll den Beschenken den baldigen Tod bringen.

Der Totenritt

 

Das Grabbeigaben den Sinn hatten, den Toten auf seiner Reise ins Jenseits und ihm sein „Leben nach dem Tod“ zu vereinfachen, ist bekannt. Natürlich gibt es diverse Möglichkeiten einer Grabbeigabe – beispielsweise konnten auch Pferde als solche gelten.

 

Im Allgemeinen beschreibt der Totenritt – wie die Bezeichnung schon vorgibt  - den Akt, wie die Seele eines Toten auf ein Geisterpferd reitet. Der Verstorbene bzw besser gesagt, die Seele des Verstorbenen soll mit den Pferd seine letzte Reise antreten und somit ins Jenseits reiten. Diese Art der Vorstellung erzeugte eine enorme Anzahl von Sagen und Legenden, welche von Toten berichten, die mit ihren Geisterpferden in die Geisterwelt reiten oder auch als erdgebundene Geister weiterhin durch ihre Gegend bleiben.

 

Hier paar Erzählungen:

 

  • Ein Junger sah plötzlich eine Schar von Reitern vor sich, darunter erkannte er auch ein bekanntes Gesicht: Das seines Onkel. Er erschrak, da dieser vor kurzen verstorben war. Er sah somit den Totenritt von seinen Onkel und von weiteren Toten
  • Ein Ritter trifft einen anderen Ritter, als diese sich unterhielten, erfuhr er, dass sein Gegenüber seinen Totenritt zur Hölle in dieser Nacht antreten musste. Er fragte nämlich, ob sein Gegenüber bereits einen Platz für die Nacht in Aussicht hatte
  • Man sagt sich, dass eine Geliebte bzw eine Braut, die zu stark um ihren Geliebten bzw Bräutigam trauert und ihre Sehnsucht nach ihm scheinbar immer stärker wird, seine Seele behindert den nächsten Schritt zu gehen und er – auch ohne Pferd als Grabbeigabe – angeritten kommt und sie aufsuchen wird, um sie mit sich zunehmen. Das Band der tragisch entrissenen Liebe soll einen Totesritt erzeugen können, dass der Tote eine Person in den Tod holen konnte, der noch  Zeit auf der Erde gehabt hätte
  • Im Zusammenhang mit den vorherigen Punkt: Man sagte sich, dass Geisterpferde die Kraft haben sollen , um Lebende ins Jenseits mitzunehmen

Ich bin noch „aufgewachsen“ mit Geschichten, bei den die Geisterstunde von 0 – 1 Uhr herrscht.
Aber in anderen (Horror-) Geschichten, Legenden zu Ritualen und Mythen, die ich im Laufe des Älter werden gelesen habe, ist es 3 Uhr in der Nacht.

 

Deswegen wird oft nachgesagt, dass bei der Durchführung von Ritualen oder von anderen Tätigkeiten in diesen Zeiträumen Geisterwesen oder sogar Dämonen beschworen werden. In den Urbanen Legenden gibt es diverse Versionen, bei denen die Akteure durch Beschwörungen oder durch banal wirkende Tätigkeiten ein Wesen gerufen haben.

 

Hier ein paar Sachen, was du beispielsweise um 3 Uhr NICHT machen solltest:

  • Baden (bzw eine Badekugel ins Badewasser schmeißen)
  •  So ziemlich ALLE Rituale zur (Dämonen- und) Geisterbeschwörung sollten nicht durchgeführt werden
    -> Hier gibt es auch Challenges (siehe Youtube), bei denen Rituale wie z.B. Charlie-Charlie während der Uhrzeit als eine Art Mutprobe durchgeführt werden sollen
  •  Ins Badezimmer, in die Küche oder auch ins Treppenhaus gehen
    -> je nach Version, solltest du  nicht nur NICHT rein gehen, sondern auch kein Licht anmachen
  • Auf Youtube gehen bzw auf Youtube ein neues Video abspielen
  • Keine Fidget Spinner benutzten (Ein Fidget Spinner ist vermehrt Bestandteil von Urbanen Legenden geworden, da das Spielzeug so im Trend war, dass jemand anfing Legenden darum zu verbreiten)
  • Filme dich nicht beim Schlafen (warum auch immer, du das machen solltest)
  • Schaue keine Filme
  • Stelle Siri niemals Fragen
  • Jemanden anrufen (bzw. das Handy  benutzen)

 

Nach Recherchen lässt sich allerdings feststellen, dass es KEINE einheitliche Meinung dazu gibt. Von 0 Uhr, 3 Uhr und 3 Uhr mit den besonderen Zeitpunkten um 3:07 – 3:10 Uhr sowie um 3:20 – 3:30 Uhr gibt es diverse Beispiele. Auch wird in einigen Beiträgen und Geschichten den Geistern besonders Mitternacht und den Dämonen 3 Uhr zugesprochen. 

 

Neben der starren nächtlichen Zuordnung gibt es auch die Annahmen, dass es immer nach 3 Stunden die Grenzen zum Jenseits dünn werden. Bei folgenden Uhrzeiten soll dieses Phänomen da sein: Um 0 Uhr, 3 Uhr, 6 Uhr, 9 Uhr und 12 Uhr. Ebenfalls gibt es die  weitere Annahme als eine Art andere Zeitspannentheorie, dass es sich zwischen 0 – 3  Uhr um eine Zeitspanne handelt,  bei der die Grenze sehr niedrigschwellig sein soll.

 

Übrigens: Auch Geister jodeln

 

Beispielsweise gibt es im Alpenraum durchaus Legenden über jodelnde Geister. Man sagt sich, dass wer diesen Geistern mehrmals antwortet, sie zu einen kommen und die Körperteile ausreißen werden.

 

Wer auf Hexenplätzen anfängt als Ausdruck seiner Freude zu jodel, soll übrigens auch jene Geister anlocken können.

 

Es gibt auch bestimmte Tage, welche nach kultureller Überlieferung zu beachten sind

 

Abklopfen

 

Abklopfen ist bis heute eine gängige Praxis. Wahrscheinlich kennst du es mit „3x auf de Tisch klopfen“. Ein anderes Beispiel ist, dass man auch auf den Tisch klopfte und dabei sprach: “unberufen“ oder „die Zukunft nicht herbei beeschwören“ oder auch „zur guten Stunde gesprochen“.

 

 

Man tat dies, damit man das Glück nicht verscheuchte, wenn man über die glückliche Situationen bzw. bald Glück bringende Ereignisse spricht. Durch diese Methoden soll es wieder unberufen werden.

 

Freitag, der 13te

 

 

Hier ein paar Gründe, WARUM wir ihn so sehen:

 

  • Die 12 ist eine göttliche Zahl und eine, die die natürliche Ordnung widerspiegelt (z.B. 12 Apostel, 12 Monate, Tag und Nacht mit je 12 Stunden). Die darauf folgende Zahl muss somit das Gegenteil sein – weshalb die 13 auch als „Dutzend des Teufels“ bezeichnet und den Teufel zugeordnet wurde.
  • In der Kabbala ist die 13 die Summe aller bösen Geister
    (Kabbala: Jüdische Geheimlehre)
  •  Beim Abendmahl war Judas der 13. Gast, welcher Jesus verriet
  • Auf Grund geschichtlicher Ereignisse, wurde der Glaube geschürt: 13.10.1307 fand die Inquisition  der Tempelritter statt, sie wurden als Teufelsanbeter darrgestellt. Am 25.10.1929 war der sogenannte Black Friday: Durch den Crash der amerikanischen Börse landeten sehr viele Menschen in die Armut und auch in den Selbstmord.

Als Paraskavedekatriaphobie wird die Angst von Menschen genannt, die ihre Wohnung/ ihr Haus an diesen Tag  gar nicht erst verlassen können. Diese Angst gab es auch schon in der Vergangenheit. Früher galten Kinder, die an einem Freitag den 13ten geboren wurde, auch als Unglückskinder.

 

Dennoch können wir beruhigt sein, weil die statistische Auswertung von Unfällen zeigt, dass am Unglückstag nicht mehr Verkehrsunfälle mit einem schweren (Sach-) Schaden passieren als sonst auch. Der Freitag fällt halt öfters auf den 13ten,weswegen – auch in Bezug zu den historischen Ereignissen – es so wirkt, da dann mehr passiert.

 

Hier weitere Infos:

  • Der Dienstag der 13te ist in Spanien, Griechenland und in Lateinamerika (ohne Brasilen) ein Unglückstag
  • In Italien ist Freitag der 17te ein Unglückstag
  • Mit der selbst erfüllenden Prophezeiung können deine Alltagsunfälle passieren- denn durch den Glauben daran, dass du Unglück erlebst, handelst du auch so– wenn auch „nur“ unbewusst.
  • Im Alten Rom und China galt die 13 hals heilig
  •  Viele Hotels bieten kein 13. Zimmer an
  • Es gibt Hochhäuser, die das 13. Stockwerk „weglassen“ bei der Nummerierung

Manchmal tritt die Angst vor dem Übernatürlichen auf, weil man selber einen Abglauben hat - ein Aberglaube, dass vielleicht alles in dieser Richtung automatisch böse sei.

 

Es gibt viele Vorstellungen aus den Kulturen und den Religionen. Es ist sehr interessant zu sehen, wie ähnliche manche Ansätze sind und manche wiederum so unterschiedlich.

 

Im folgenden stelle ich euch ein paar Vorstellungen vor:

  • Ausruf „toi,toi,toi“: Der Ausruf soll eine Anrufung an das Glück sein oder auch einen glücklichen Zufall vor der Zerstörung beschützten
  • Trinkspruch „Prosit“: Wenn alle beteiligte Trinker beim Anstoßen „Prosit“ sagen, soll dadurch  die Gesundheit und das Glück aller Beteiligten gestärkt werden
  • Ausruf „Hals- und Beinbruch“: Da man das Glück des Reisenden bzw der Reisenden nicht vertreiben wollte, wünschte man keine gute Reise, sondern das Gegenteil
  • Umrühren: Wer einen Trink mit einem Messer umrührt, soll Schmerzen am Körper bekommen
  • Verabschiedung: Wenn sich mehrere Personen gleichzeitig verabschieden ist darauf zu achten, dass sich die Arme nicht überkreuzen. Wenn es doch passiert ist es ein Zeichen, dass bald jemand aus der Gruppe sterben wird
  • Das nackte Hinterteil zeigen: Wer dies tat oder den bekannten Ausruf „Du kannst mir den Arsch lecken“ tätigt, schützte sich vor den bösen Blick, den man von denjenigen bekommt, den man sein Hinterteil zeigt oder den Spruch zuruft
  • Seife: Wenn ein Liebespaar sich gegenseitig Seife schenkt, werden sie sich bald trennen
  • Der Schrei des Hahn am Morgen: Er kündigt den Morgen an und beendet somit die Herrschaft der Dämonen in der Nacht
  •  Tanzen: Wer im Mondlicht tanzt, ruft Geister herbei
  • Verdammt: Verdammte erkannte man daran, wenn eine Distel auf ihren Grab wuchs. Man ging auch davon aus, dass sich der Verdammte in einen Raben verwandelt hat

 Grablichter

 

Oft werden sie im christlichen Zusammenhang gesehen: Sie sollen das Licht von Gott symbolisieren. Für Angehörige ist der Brauch des Anzünden der Kerze ein Teil der Trauerbewältigung. Am hohen christlichen Trauertrag Totensonntag ist es auch Tradition bei den Gräbern seiner Lieben die Grablichter als Zeichen des Gedenkens anzuzünden.

 

Aber sie sind schon vorm Aufkommen des Christentums ein fester Teil der Trauerkultur. Bereits im Alten Ägyptern und bei den Alten Römern gab es sie. Bei diesen Kulturen wurden sie während der Beisetzung angezündet und anschließend als Grabbeigabe beim Grab gelassen.

 

Im Allgemeinen haben sie folgende Bedeutungen, welche sich durchaus überschneiden:

  • Das Licht dient als Verbindung des Jen- und Diesseits
  • Beim Anzünden der Kerze soll es auch eine Verbindung zwischen den Toten und den Angehörigen kommen
  • Das Licht soll den Seelen den Weg zeigen
  • Symbolisierung des ewigen Lichtes und damit des ewigen Lebens
  • Das Licht von Gott wird symbolisiert (christliche Bedeutung)

 

Irrlichter

 

Sie sind klassische Vorboten des Todes: Irrlichter, Corpse Fire oder auch Irrwisch. Sie sind Bestandteile verschiedener Legenden. Oft tauchen sie auf Friedhöfen auf und deuten daraufhin, dass bald eine neue Bestattung stattfinden wird. Diese Lichtphänomene sollen auch vom Friedhof aus den Weg zum Haus des baldigen Toten zeigen. Dabei handelt es sich meistens um Flammen oder Lichter, die den Weg kennzeichnen.

 

Natürlich gibt es auch andere Wege, um den Seelen ihren Weg zu zeigen bzw. ihn zu erleichtern.

Das ägyptische Totenbuch

Die Alten Ägypter sind für ihre Mythologie und den damit einhergehenden Glauben an einem Leben nach dem Tod weltweit bekannt.

 

Um das Jenseits auch zu erreichen, gab es ein Buch mit Zaubersprüchen, Anleitungen sowie Beschwörungen, die den Verstorbenen (bzw der Seelenteil Ba) die Reise durch die Unterwelt rein in das Paradies erleichtern sollen. So gab es Zaubersprüche, welche einen vor Ungeheuren schützen, die Fähigkeiten gaben die Nahrungsquellen des Totenreiches nutzen zu können oder den Toten halfen, sein Gedächtnis nicht zu verlieren. Zuerst wurden die Texte an Pyramidenwänden geschrieben, die als Grabkammern für die Pharaonen dienten. Anfänglich durften nur die Pharaonen die Inhalte der Totenbüchernutzen, im Laufe der Zeit wurde es aber für alle Ägypter zugänglich gemacht.

 

Es gibt nicht ein Totenbuch, sondern verschiede Auflagen mit magischen und religiösen Inhalten. Um den Verstorbenen auch den Zugriff zu gewährleisten, wurde es als Grabbeigabe mit in den Sarg oder ins Grab gelegt. Die Alten Ägypter glaubten, dass der Verstorbene die Grabbeigaben nutzen konnte und er sie sozusagen mitnehmen konnte in die Welt der Toten.

 

Alle Auflagen  haben die Gemeinsamkeit, dass sie die Reise neben Schrift mit vielen Bildern beschreiben. Eine bekannte Version einer bildlichen Beschreibung ist folgende:

  •   Das Herz des Verstorbenen wird mit der Waage der Maat, die Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit, gewogen. Ist es so schwer wie eine Feder und somit frei von Schuld, darf die Seele ins Paradies . Ist es aber schwerer, dann wird es vom Ammit gegessen – ein weiblicher Dämon mit Krokodilkopf, Löwenkörper und Hinterkörper eines Nilpferdes

Ein paar weitere Infos:

  •   Nutzung von ungefähr 1550 bis 50 v. Chr. Es gibt auch Angaben mit einen Entstehungszeitraum um das Jahr 2500 v.Chr. bzw. in den 5. und 6. Dynastie
  • Die Schrift waren Hieroglyphen  oder auch die hieratische (eine an den Hieroglyphen angelehnte Schrift, die mit Pinsel auf Papyrus oder ähnlichem Material geschrieben wurde)
  • Mittlerweile sind ca 190 Zaubersprüche bekannt
  • Es wird auch als Art Einweihungsbuch gesehen, d.h. der Leser soll  die geistige Schulung erhalten, den Pfad der Erkenntnis zu bestreiten – in diesen Fall: Der Eintritt ins Paradiese
  • Der Seelenteil Ba: Der Seelenteil kann sich nach dem Tod vom menschlichen Körper lösen und verwandelt sich in eine Tiergestalt mit den menschlichen Kopf. Es sind heilige Tiere bzw sind es oft Darstellungen mit Vogelkörpern, wie Kraniche.

Totenmasken

 

Totenmasken sind dreidimensionale Abrücke von Gesichtern von Verstorbenen aus Gips oder auch Wachs. Eine klassische Art ist der Herstellung, dass Gesicht des Toten mit Öl zu bestreichen und dann das Wachs bzw den Gips zu verteilen. Diese Art der Totenmasken nennt man auch Porträt- und Erinnerungsmasken. Manche hatten die genauen Gesichtszüge und es gab natürlich auch welche, bei denen etwas nachgeholfen wurde, um z.B. eine harmonische Symmetrie zu schaffen. Auch in der heutigen Zeit bieten manche Bestattungsunternehmen den Service an, eine Totenmaske bzw. –büste anzufertigen.

 

Diese Art der Totenmasken gibt es in verschiedenen Kulturen und dies seit Jahrhunderte. Dabei erfüllen sie auch unterschiedliche Zwecke:

  • Bei Totenmasken von Kriminellen wollten Mediziner erforschen, ob bestimmte Gesichtszüge auf Erkrankungen hinweisen können
  • Die Darstellung des Toten, wenn es sich um eine „hohe“ Persönlichkeit handelte.  Die Maske wurde dann ausgestellt (z.B. Staatsbegräbnisse) und dient Später als Erinnerungsstück für die folgenden Generationen
  • Ein Erinnerungsstück für die Familien

Hier ein paar Personen, die eine Totenmaske als Porträtmaske haben:

  • Napoleon Bonaparte
  • Ludwig van Beethoven
  • Alfred Hitchcock
  • Abraham Lincoln

Vielen dürften auch die Totenmasken aus den Alten Ägypten ein Begriff sein. Sie fallen unter die Kategorie der Begräbnismasken und wie der Namen schon sagt, wurden die Masken mit in den Gräbern gegeben. Diese wurden aber frei gestaltet, dennoch wurde darauf geachtet, dass sie eine Ähnlichkeit mit der toten Person hatte. Bei Kulturen mit einer ausgeprägten Vorstellung vom Leben nach dem Tod, wie die der Alten Ägypter, war diese Maske eine wichtige Beigabe, damit die Seele den Körper auch wiederfinden kann. Hier ist das bekannteste Beispiel wohl die Maske von Pharao Tutanchamun.

Stufenjahr

 

Jeder von uns hatte alle sieben Jahre ein sogenanntes Stufenjahr. In diesen Jahren begehen wir eine neue Stufe in unserer Entwicklung – so u.a. eine ältere astrologische Annahme.

 

Dabei war das Erreichen des 49 Lebensjahr ein Beispiel für ein besonderes Stufenjahr, wenn man es auf die maßgebende Zahl sieben bezieht: 7 x7=49. Dadurch bekam es eine stärkere magische Bedeutung zugeschrieben und soll wesentlich mitbestimmen, was noch im Leben  passieren und wohin die Entwicklung doch noch gehen kann - darunter auch der baldige Tod.

 

Der Blick 

Manchmal reicht ein Blick von jemanden aus, um einen Schauer zu bekommen - welcher nicht immer angenehm ist.

 

Im Allgemeinen hat der Blick eine mächtige Wirkung. Dabei haben Zusehen, Wegsehen oder jemanden direkt Ansehen die verschiedensten Bedeutungen. Es gibt unzählige Glaubensvorstellung, in denen der Blick eine gewisse und durchaus magische Kraft mit sich bringt.

Hier ein paar Beispiele:

  • Hinsehen: In manchen Ritualen muss du was fokussieren, um dadurch die Konzertation zu schaffen „es“ rufen zu können – wie Kerzen, die Unterlage bei einer Geisterbeschwörung oder auch bei einem Pendel, wenn es mit der Schwingung die Antwort gibt
  • Ansehen: Mit einem direkt Blick, kann dir jemand den „bösen Blick“ zu werfen und dir damit Unheil anheften wollen 
  • Wegsehen: Vielleicht kennst du das auch – man soll nicht Hinsehen, falls man merkt, dass einen kleine Helfer einen unterstützten. Ein bekanntes Beispiel sind die Heinzelmännchen

Fluch

 

Der Fluch gehört zu den Schadenszaubern. Sein Ziel ist es bei Person bzw bei einer Gruppe ´schlechtes zu bringen. Dieses Unglück kann von leichten bis hin zum starken Unheil variieren.

Ein Fluch hat Beschwörungsformeln oder auch Rituale, damit er wirkt. Dabei hat der Anwender eine genau Person oder halt eine Gruppenmitglieder vor Augen, während die Beschwörung stattfindet. Ansonsten weichen die Vorgehensweisen von Wörteraufsagen bis hin zu fest vorgeschriebenen Handlungsanweisungen ab.

 

Die Gründe, warum jemand einen anderen verflucht sind vielfältig – ob es nun Zorn, Eifersucht oder Gier ist, die es gibt diverse Motivationen dahinter.

 

Zum Abschluss hier noch eine kleine schaurige Legende:

 

Heimgesuchter Kreml

 

Laut einer Legende spukt es im Kreml: Die führenden Zaren und Regierungschefs sollen durch die Gänge „gehen“.

 

Je nachdem wer kommt, hat es einen anderen Grund:

 

  •  Nikolaus II.: Ein Desaster steht bevor
  • Iwan der Schreckliche: Im Glockenturm sieht man ihn und hört seine Schritte. Da er seinen eigenen Sohn getötet hat, kann er wegen seinen Schuldgefühlen keine Ruhe finden
  • Lenin: Sein Geist soll drei Monate bevor er starb durch die Gänge "gelaufen" sein. Warum er es nicht selber gewesen sein soll? Du diesen Zeitpunkt konnte er nicht mehr eigenständig laufen. Er soll sich nicht von seinem Regierungssitz trennen können